Prost, Duisburg!

Am Mittwoch, dem 23.05.2018, wurde das von SPD und CDU beschlossene Alkoholverbot in der Duisburger Innenstadt, das seit Mai 2017 gilt, durch das Düsseldorfer Verwaltungsgericht gekippt. Am vergangenen Freitag haben wir in der Innenstadt auf die Aufhebung des Verbots angestoßen und Ideen zur Verbesserung der Situation gesammelt.

Urin, Erbrochenes, Lärm und Gewalt: Mit einem Alkoholverbot wollte die Stadt Duisburg den unliebsamen Nebenwirkungen übermäßigen Alkoholkonsums der Trinkerszene in der Innenstadt Einhalt gebieten. Die Stadt argumentierte, mit der Verfügung des Verbots begegne man einer Gefahr für Sicherheit und Ordnung. Eine „abstrakte Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ sei laut Gericht nicht ausreichend belegt. Daher nun das Aus für das Verbot.

Wir fordern ein nachhaltiges & faires Konzept statt Verbote für die Duisburger Innenstadt

Wir, JuLis Duisburg, begrüßen die Entscheidung des Gerichts, sind uns jedoch auch einig, dass es für die Zukunft ein faires und nachhaltiges Konzept geben muss, das gegen Alkoholmissbrauch und dessen Folgen vorbeugt und gleichzeitig die Attraktivität unserer Innenstadt sowohl für die Bürger als auch Touristen steigert.

Folgende Ideen haben wir zusammengetragen:

  • Regelmäßige Betreuung und Beratung der Duisburger Trinkerszene durch Streetworker
  • Bessere Beschilderung kostenloser, öffentlicher Toiletten
  • Neue öffentliche Toiletten in der Innenstadt, die sich selbst reinigen

… und einen Stopp der ordnungspolitischen Diskriminierung Suchtkranker

„Verwarnungen und Platzverweise bei Ordnungswidrigkeiten (Verschmutzung, Lärm und Gewalt) sollten unabhängig vom Alkoholeinfluss der Störenfriede ausgesprochen werden. Die ordnungspolitische Diskriminierung Suchtkranker muss aufhören“, meint Simon Gerhardt, unser Kreisvorsitzender, und schließt sich damit den GRÜNEN in Duisburg an, die dieselbe Position vertreten.

Bildunterschrift:
v.l.n.r. Sven Benentreu, Kai Mielke und Simon Gerhardt